Drei Monate Portugal liegen hinter mir. Zwischen intensiven Trainingseinheiten, neuen Freundschaften und unerwartete Rückschläge habe ich gelernt, was es wirklich bedeutet, an seinen Träumen zu arbeiten.
Angekommen am Edge Golf College
Im September startete mein drittes Semester am Edge Golf College in Troia, Portugal. Die Bedingungen waren optimal: Sonnenschein, gepflegte Fairways und eine internationale Gruppe von ambitionierten Golfern, die alle dasselbe hochgesteckte Ziel verfolgen. Im Stundenplan meines Studiums steht alles mögliche rund um „Golf Business Management“ drauf. Ich erarbeitete Themendokumentationen, die mir zeigten, wie vielschichtig die Golfwelt wirklich ist – von Platzmanagement über Marketing bis hin zu Event-Organisation. Für meinen weiteren Weg sind diese Einblicke Gold wert.
Die ersten Wochen verliefen vielversprechend. Ich trainierte intensiv, spielte viele Runden in kurzarmigen Polos bis weit in den Oktober hinein.
Besuch aus der Heimat
Zur Halbzeit des Semesters gab es ein verlängertes Wochenende. Während viele Kollegen nach Hause flogen, bekam ich besonderen Besuch aus der Schweiz. Mein Bruder – der mich bereits beim Central Championship im Markgräflerland als Caddy toll unterstützt hatte (s.Beitrag) – reiste nach Portugal. Zusammen spielten wir eine entspannte Runde auf dem Platz in Troia und unternahmen einen langen Strandspaziergang. Ein Bad im Meer hatten wir uns vorgenommen, doch die zahlreichen Quallen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem: Diese Tage waren eine willkommene Abwechslung und bot Pause von meinem intensiven durchgetakteten Alltag.

Wenn der Körper Grenzen setzt
Im November änderte sich einiges. Das Wetter wurde rauer – Nebel, Regen und starker Wind prägten die Tage. Seit einigen Wochen machte mir mein Rücken zu schaffen. Was zunächst als leichte Verspannung begann, entwickelte sich zu einem Handicap, das mich zwang, mein Training deutlich zu reduzieren. Die Diagnose: eine hartnäckige muskuläre Verspannung im unteren Rücken.
Daraus resultiert ein Turnierverbot und ein kontrolliertes, progressives Trainingsprogramm. Regelmässige Physiotherapie mit Massagen ergänzt mit täglichen Lockerungs- und Stärkungsübungen wurden zu meiner neuen Routine. Jeder Golfer weiss: Nicht auf dem Platz spielen zu können, wenn man es am liebsten täte, ist mental eine der grössten Herausforderungen. Ich versuche Geduld zu haben und auf meinen Körper zu hören..

Blick nach vorn trotz Rückschlägen
Das erste Semester am Edge Golf College dieses Jahrs endet mit gemischten Gefühlen. Ich habe unglaublich viel gelernt – sowohl auf dem Platz als auch neben dem Grün. Der Fokus verschob sich mehr Richtung schulischen Themen.
Die Erkenntnis, dass Troia Golf ab Januar 2026 für Monate komplett saniert und renoviert wird, stellt uns vor neue Herausforderungen. Wir werden regelmässig zu anderen Plätzen reisen müssen, was zeitaufwendig sein wird. Langfristig ist diese Renovierung jedoch ein Gewinn für den Platz und fürs College.
Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich in den letzten Monaten erfahren habe – von meiner Familie, meinen Trainern und allen, die an meinen Weg glauben und teilhaben. Meine Support-Plattform „Birdies für die Zukunft“ habe ich mit den Erfahrungen aus dem letzten Jahr ergänzt und noch intuitiver gestaltet. Eure unkomplizierte finanzielle Unterstützung ermöglicht mir die Teilnahme an den Turnieren im 2026.
Aktuell geniesse ich die Festtage zu Hause in der Schweiz. Doch schon bald geht es weiter – und der nächste Schritt ist bereits geplant.

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